Firmengeschichte

Das Jahr 1931 – Not macht erfinderisch

Als Alternative zur Arbeitslosigkeit in der 1929 beginnenden Weltwirtschaftskrise gründet der Blechschlosser Emil Wolf  – nach  Lehr- und Wanderjahren durch das Deutsche Reich –  1931 ein Einzelhandelsunternehmen für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs in seinem Heimatort Kirchen an der Sieg.
Die Kundschaft erhält die bestellten Waren direkt ins Haus geliefert. Ab 1933 wird er dabei tatkräftig von seiner frisch angetrauten Ehefrau Johanna unterstützt.
Ab 1934 erhält Emil Wolf eine Anstellung bei der Metallwaren- und Geldschrankfabrik Heinrich Nickel in Betzdorf (Sieg). Nach Ablegen der Meisterprüfung wird er dort Werkmeister.
Das Einzelhandelsgeschäft führt seine Ehefrau Johanna eigenverantwortlich im inzwischen vorhandenen Ladenlokal in ihrem  Elternhaus in Kirchen-Wehbach weiter.

Stahlblech wird Grundstoff

1944 macht Emil Wolf sich in den Räumlichkeiten der stillgelegten Buchenhofer Brauerei in Kirchen-Wehbach selbstständig.
Hergestellt werden Ofenrohre, Kaminschieber, Obsttrockner und andere Metallwaren aus Blech.
Das Vormaterial bezieht Emil Wolf von dem in Wehbach ansässigen Feinblechwalzwerk
Friedrichshütte AG Abt. Carl Stein.
Ab etwa 1950 sucht Emil Wolf neue größere Räumlichkeiten und findet diese im
Fördermaschinenhaus des stillgelegten Eisenerzbergwerks „Bindweide“ im Gebhardshainer Land.

Produkte für die Luft- und Klimatechnik,
Erddämpfer und Bitumenkocher

Die aufblühende Nachkriegswirtschaft und die guten Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Firma Heinrich Nickel, sorgen für reichlich Aufträge im Segment Luft- und Klimatechnik, auf die sich die Firma Nickel seit dieser Zeit spezialisiert hat. Hergestellt werden jetzt Rohrleitungen, Luftkanäle, Klimageräte und Sonderkonstruktionen.
Parallel dazu entwickelt Emil Wolf ölbeheizte Bitumenkocher für Dachdecker- und Isolierbetriebe und später Erddämpfer für Gärtnereien.

Eigene Betriebsräume in Katzwinkel und Saalfeld

1964 baut Emil Wolf in Katzwinkel seinen neuen Betrieb.
Der Strukturwandel hat den Erzbergbau zum Erliegen gebracht und die Montanindustrie des Siegerlandes ist im Niedergang begriffen.
Im benachbarten Katzwinkel wird die Eisenerzgrube „Vereinigung“ geschlossen und Emil Wolf hofft, so der permanenten Personalknappheit vorbeugen zu können, indem er arbeitslos werdende Bergleute beschäftigt.
– 1968 stirbt Emil Wolf. Sein Sohn Joachim führt im Alter von 22 Jahren das Unternehmen weiter.
– 1972 Gründung der Betriebsgesellschaft  Joachim Wolf GmbH.
– 1980 Aufnahme der Fertigung von Schallschutzprodukten.
– 1982 Die Joachim Wolf GmbH liefert komplette Lüftungs- und Klimaanlagen für Büro- und
Geschäftshäuser sowie lufttechnische Anlagen für Industriebetriebe
– 1991 entsteht im Zuge der Deutschen Einheit die Niederlassung Saalfeld, die 1993 in das dort eigens neu erbaute Betriebsgebäude umzieht.
– 2003 erhält die Joachim Wolf GmbH im Rahmen der Planung für die Unternehmensnachfolge einen neuen Namen:  InventAir GmbH.
– 2005 wird die Nachfolgeplanung vollzogen. Mangels interessierter Nachfolger aus der eigenen Familie entstehen unter Beteiligung langjähriger Mitarbeiter       als neue Betriebsgesellschaften in  Katzwinkel die InventAir Luft- und Wärmetechnik GmbH und in Saalfeld/Thüringen die InventAir Saalfeld GmbH, später       InventAir Industrielufttechnik GmbH, ab 2019 mit Sitz in Unterwellenborn bei Saalfeld/Saale.

Wolf Varitec GmbH seit 2005

Die Ursprungsfirma  am Stammsitz Katzwinkel besteht weiter als Handelsunternehmen.
Joachim Wolf gelingt es letztendlich doch, einen Nachfolger für die Fortführung des Unternehmens aus der eigenen Famile zu gewinnen. Sein Sohn Henrik Wolf übernimmt die Geschäftsführung.
Bedarfsgüter für Industrie, Handwerk und Gewerbe werden unter der Marke „Wolf Varitec“ vertrieben. Um sich von der am selben Standort befindlichen InventAir Luft- und Wärmetechnik zu unterscheiden, wird der Markenname „Wolf Varitec“ auch zum neuen Namen der alten Gesellschaft.